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Informationen zum Angriff Russlands auf die Ukraine

Diese Seite wird laufend aktualisiert  – letzte Aktualisierung am 21.3.2022 / 13 Uhr

Angesichts des heftigen Angriffs auf die Ukraine und der immer stärker eskalierenden Gewalt sind wir mit unseren Gedanken mehr denn je bei den Menschen, die direkt vom Krieg betroffen sind. Wir sind bei unseren Kolleginnen und Kollegen sowie deren Angehörigen in dieser Region und den angrenzenden Ländern, die sich um ihre Nachbarn sorgen und versuchen, ihnen zu helfen.

Wir hoffen fest, dass die diplomatischen Kanäle und die Verhandlungen zu einer Deeskalation der Situation führen, um diese Tragödie so schnell wie möglich zu beenden.

Als Beitrag zu den internationalen Solidaritätsbemühungen und zusätzlich zu den von der Allianz Gruppe angekündigten großen Spenden spendet die Euler Hermes Gruppe 300.000 Euro (200.000 Euro an das Internationale Rote Kreuz; 100.000 Euro an lokale humanitäre Nichtregierungsorganisationen, die sich u. a. um vertriebene Menschen kümmern). Dazu wird Euler Hermes Deutschland an Unterstützungsorganisationen in Polen weitere 25.000 Euro spenden und unterstützt zusätzlich das private Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Unsere Gedanken sind in erster Linie bei den Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind. Aber natürlich verursacht die Situation auch wirtschaftliche Schockwellen. Wir analysieren die Situation laufend und verfolgen jede Entwicklung für unsere Kunden und Makler genau.

Bitte sprechen Sie für konkrete Fragen, die Ihre spezielle Vertragsbeziehung betreffen oder weitere Fragen zum Geschäft mit den betroffenen Ländern Ihre Kundenbetreuer an. Noch haben wir nicht auf alle Fragen eine Antwort, da die Situation und auch die verhängten Sanktionen sich dynamisch entwickeln. Trotzdem stehen Ihnen unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort, aber auch unser Customer Service als Ansprechpartner für Fragen zur Seite.

Die russische Invasion in der Ukraine hat der globalen wirtschaftlichen Erholung erneut erheblichen Gegenwind beschert und die geopolitischen Risiken erhöht. Wir haben unsere globale Wachstumsprognose auf +3,3 % im Jahr 2022 und +2,8 % im Jahr 2023 gesenkt und damit um -0,8 bzw. -0,4 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum des Welthandels im Jahr 2022 um mindestens 2 Prozentpunkte auf +4 % des Volumens zurückgehen und damit knapp unter seinem langfristigen Durchschnitt liegen wird.
Am 4.3.2022 haben wir Brokern und auch Kunden ein Webinar "Krieg zwischen Ukraine & Russland – Volkswirtschaftliche Perspektive & Ihre Fragen" angeboten.
Nachfolgend finden Sie die Folien zum Herunterladen und den Link zur Webinar-Aufzeichnung.

28. Februar 2022 Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine werden für die Ukraine schwerwiegend sein. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Ukraine könnte ähnlich verlaufen wie nach dem Konflikt in 2014. Je nach Ausmaß der Zerstörung von Produktionsanlagen jedoch noch weitaus schlimmer. Die aktuellen Devisenreserven der Ukraine sind zwar etwas höher als damals, jedoch sind Staats- und Auslandsverschuldung nun höher – wenn auch mit etwas längeren Laufzeiten. Das Vertrauen der Investoren ist nahezu erodiert. Das reale BIP der Ukraine schrumpfte 2014 um 6,6 % und 2015 um 9,8 %. Daher gehen wir davon aus, dass das reale BIP in 2022 um mindestens 6 % bis 10 % schrumpfen wird. Wir prognostizieren Kapitalflucht - oder Kapitalverkehrskontrollen – sowie einen Absturz der Finanzmärkte. Die Ukrainische Hrywnja (UAH) wird deutlich abwerten, was die Inflation und die Zinssätze in die Höhe treibt. Eine weitere Zahlungsbilanz- und Staatsschuldenkrise wäre möglich, auch wenn der IWF eingreifen könnte. Das Zahlungsausfallrisiko für Unternehmen wird in erheblichem Maße weiter ansteigen.

Wir haben die Entwicklung dieses Konflikts von Beginn an eng verfolgt und unsere Risikopositionen und unser Underwriting seit mehreren Jahren sehr moderat gestaltet. In Anbetracht der aktuellen Situation und der weiterhin sehr großen Ungewissheit bezüglich der Entwicklungen passen wir unsere Underwriting-Strategie dem Ernst und der Dringlichkeit der Lage an. Wir arbeiten eng mit allen betroffenen Kunden und Maklern zusammen, um die potenziellen Auswirkungen dieses Konflikts auf ihr Geschäft so gut wie möglich abzumildern.

04. März 2022 Der Einmarsch in die Ukraine wird die ohnehin schon hohen Energiepreise in Europa noch weiter in die Höhe treiben: Wir erwarten für 2022 einen Anstieg der Energierechnung um mindestens 30%, wobei einkommensschwache Haushalte im Vereinigten Königreich und in Deutschland am stärksten betroffen sind.
 
03. März 2022 – Dank des relativ milden Winters verfügt Europa über Gasvorräte für etwa einen Monat. Aber was können wir sonst tun, außer auf wärmeres Wetter zu setzen? Der Verzicht auf Gasimporte aus Russland, die 36 % der gesamten Gasversorgung der EU ausmachen, wird für Europa nicht einfach sein.
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24. Februar 2022 – Die Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine wird wahrscheinlich erhebliche wirtschaftliche und finanzielle Folgen haben, die über drei Hauptkanäle - Energie, Handel und Finanzsektor - zu spüren sein werden, je nachdem, wie sich die derzeitigen und künftigen Sanktionen auswirken werden. Es ist zu beachten, dass Russland wirtschaftlich gesehen in einer stärkeren Position ist als 2014.
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