Der globale Metall- und Bergbausektor liefert wichtige Rohstoffe wie Eisen, Stahl, Kupfer, Gold und Lithium, die für die industrielle Entwicklung und die Energiewende unerlässlich sind. Im Jahr 2024 erzielte die gesamte Metall- und Bergbauindustrie (einschließlich Mineralien wie Eisenerz, Stahl, Kohle, unedle Metalle und Edelmetalle) weltweit einen Umsatz von über 3,5 Billionen US-Dollar.
Der asiatisch-pazifische Raum, angeführt von China, dominiert sowohl die Produktion als auch den Verbrauch und macht mehr als zwei Drittel des Weltmarktes aus. Europa lag mit etwa 10 % weit abgeschlagen auf Platz zwei. Diese regionale Schieflage spiegelt Chinas Position als mit Abstand größter Produzent und Verbraucher von Metallen wider, von Stahl und Aluminium bis hin zu Seltenen Erden.
Basismetalle (wie Kupfer, Aluminium, Zink, Nickel, Blei) bilden das Rückgrat der modernen Infrastruktur und Fertigung. Allein der Markt für den Abbau von Basismetallen wurde 2024 auf rund 550 Mrd. USD geschätzt und soll bis 2030 750 Mrd. USD erreichen, während der weltweite Basismetallmarkt bis 2030 voraussichtlich 1,1 Billionen USD erreichen wird. Eisenerz und Stahl sind ein weiteres großes Segment: Der weltweite Stahlmarkt wurde 2024 auf über 1 Billion USD geschätzt und wächst weiterhin stetig. Unter den Edelmetallen verzeichnete insbesondere Gold robuste Preise und wurde 2024 nahe seinem Allzeithoch gehandelt, da Investoren angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit nach Inflationsabsicherungen und sicheren Häfen suchten.
Kritische oder strategische Mineralien wie Lithium, Kobalt, Nickel, Graphit, Mangan und Seltenerdelemente verzeichnen ein starkes Nachfragewachstum, da sie für Elektromotoren, Windkraftanlagen, Halbleiter und viele andere Anwendungen benötigt werden.So ist beispielsweise die Nachfrage nach Lithium exponentiell gestiegen (allein 30 % Wachstum im Jahr 2023) und wird unter den Netto-Null-Zielen bis 2040 voraussichtlich um das Achtfache steigen.
Nach den unerwarteten Gewinnen im Rohstoffaufschwung 2021 normalisierte sich die finanzielle Performance des Metall- und Bergbausektors in den Jahren 2023–2024. Die Rohstoffpreise für viele Grundmetalle und Massenmaterialien fielen von ihren Höchstständen zurück, während die Inputkosten (Energie, Säure, Sprengstoffe, Arbeitskräfte) hoch blieben. Infolgedessen schrumpften die Gewinnmargen.
Die durchschnittliche EBITDA-Marge für den globalen Bergbausektor fiel von deutlich über 30 % während des Booms 2021 auf rund 22 % im Jahr 2024. Dies zeigt, wie schnell sich der Sektor von außergewöhnlichen Bedingungen wieder zu einer nachhaltigeren (aber immer noch profitablen) Basis zurückentwickelt hat.
Die Cashflows in der gesamten Branche blieben positiv, und die Unternehmen übten im Allgemeinen Kapitaldisziplin: Ein Großteil der überschüssigen Barmittel aus dem Boom wurde an die Aktionäre zurückgezahlt oder zurückgestellt, anstatt in neue Minen investiert zu werden. Diese Disziplin sorgte für eine weiterhin solide Bilanz. Es bedeutet auch, dass die Branche trotz robuster langfristiger Nachfragesignale ihre Ausgaben nicht wesentlich erhöht hat – eine vorsichtige Haltung, die das künftige Angebot einschränken könnte.