Erweiterte Unterstützungsmaßnahmen spielten ebenfalls eine Rolle: Neben Teilarbeitslosenprogrammen stützten niedrigere Steuern sowie höhere Subventionen und Nettotransfers das verfügbare Bruttoeinkommen, das in der Eurozone im Jahr 2020 mehr oder weniger stagnierte.
Insgesamt entsprechen die überschüssigen Ersparnisse in der Eurozone ab 2020 fast einem Monat des verfügbaren Bruttoeinkommens von 2019, mit mehr als einem Monat in Großbritannien und den Niederlanden. Zwei Drittel des überschüssigen Geldvermögens der Haushalte landeten auf Bankkonten, während das verbleibende Drittel an den Kapitalmärkten, hauptsächlich in Aktien, investiert wurde. Im Jahr 2020 wurden die Haushalte in der Eurozone von Nettoverkäufern von Aktien zu Nettokäufern, wobei der höchste Anteil der überschüssigen Ersparnisse in Aktien in Deutschland (27%) und Italien (21%) investiert wurde, gegenüber 15% in Frankreich und 8% in Spanien.
In allen Ländern liegt der direkt in Aktien investierte Anteil jedoch deutlich über dem Niveau der Vorjahre, was auf ein neues Interesse an riskanten Finanzanlagen während der Pandemie hindeutet.