Ein Zollsatz von 15 % könnte sich für die USA als Pyrrhussieg erweisen. Er verschafft europäischen und japanischen Autoherstellern einen Vorteil gegenüber ihren mexikanischen und kanadischen Konkurrenten, die künftig 25 % Zoll auf für den US-Markt bestimmte Fahrzeuge zahlen müssten. Dennoch erwarten wir keine Rückverlagerungswelle – vor allem aufgrund reduzierter politischer Unterstützung für Elektrofahrzeuge und geringerer Kapitalreserven.
Können Zölle eine Verlagerung der Autoproduktion verhindern?
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Unsere Analyse zeigt: Die US-Produktionskapazitäten sind in diesem Jahr um 9 % gestiegen – ihr Anteil an der globalen Automobilproduktion legte damit um 1,5 % zu. Gleichzeitig stehen die Automobilhersteller vor deutlich größeren Herausforderungen: sinkende Nachfrage in den Industrieländern, wachsende Konkurrenz durch chinesische Marken sowie weniger staatliche Förderung für E-Autos in Europa (bei gleichzeitig verschärften CO₂-Vorgaben) und den USA. Für 2025 wird mit Unternehmensmargen im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich gerechnet – Unternehmen werden daher voraussichtlich stärker auf kurzfristige Rentabilität und Cashflow achten als auf Produktionsverlagerung.
Autoren:
Guillaume Dejean
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