1. Kundenaufnahme (Customer Onboarding)
Risiko
Der vermeintliche Kunde ist möglicherweise gar nicht die Person oder das Unternehmen, für das er sich ausgibt. Betrüger...
- gründen Scheinfirmen,
- imitieren bekannte Marken,
- nutzen gestohlene Identitäten.
Schutz
Vertrauensschadenversicherung: Schützt, wenn sich der vermeintliche Kunde später als Betrüger herausstellt.
Warenkreditversicherung: Unterstützt bei der Bonitätsprüfung echter Kunden und schützt später vor Zahlungsausfällen.
2. Auftragserteilung
Risiko
Bestellungen oder Genehmigungen werden manipuliert.
Beispiele:
- Fake-CEO-E-Mails
- angeblich vertrauliche Projekte
- missbräuchliche Änderungen durch Mitarbeitende
Schutz
Die Vertrauensschadenversicherung übernimmt Schäden durch solche Täuschungen oder unberechtigte interne Handlungen.
3. Warenversand
Risiko
Lieferadressen werden verändert. Die Ware wird beispielsweise an ein vermeintliches Zwischenlager geliefert, das tatsächlich von Betrügern kontrolliert wird.
Schutz
Die Vertrauensschadenversicherung greift, wenn Waren aufgrund gefälschter Versandanweisungen ausgeliefert wurden.
4. Rechnungsstellung
Risiko
Rechnungen oder Bankdaten werden manipuliert.
Beispiele:
- gehackte oder gefälschte E-Mail-Konten,
- Änderung der IBAN,
- Einschleusen gefälschter Rechnungen.
Die Zahlung erfolgt zwar ordnungsgemäß, landet jedoch auf dem Konto des Betrügers.
Schutz
Die Vertrauensschadenversicherung ersetzt direkte finanzielle Verluste infolge manipulierten Zahlungsverkehrs.
5. Zahlungseingang
Risiko
Ein echter Kunde bezahlt eine berechtigte Rechnung nicht.
Ursachen:
- Insolvenz
- Liquiditätsprobleme
- sonstige wirtschaftliche Schwierigkeiten
Schutz
Die Warenkreditversicherung übernimmt den Ausfall berechtigter Forderungen.
Zusätzlich greift die Vertrauensschadenversicherung beispielsweise dann, wenn ein Mitarbeitender Zahlungseingänge veruntreut.
Gemeinsam bilden beide Versicherungen eine durchgängige Schutzkette vom ersten Kundenkontakt bis zum Zahlungseingang.