Was ist ein Aval, und woher kann ich einen Avalkredit bekommen?

Der Begriff Aval (ital. avallo = Bürgschaft) ist ein Obergriff für Bürgschaften und Garantien. Ein Aval wird immer dann vergeben, wenn ein Kunde z.B. gegenüber einem Auftraggeber nachweisen muss, dass er bestimmte Verbindlichkeiten bei Fälligkeit auch erfüllt und Zusagen von ihm auch eingehalten werden.

Typische Beispiele für Avale sind: Vertragserfüllungsaval, Anzahlungsaval, Bietungsaval, Mängelgewährleistungsaval oder auch Zollval. Ein Aval wird in der Regel von einem Auftraggeber verlangt, und zwar als Sicherheit von seinem Auftragnehmer. So möchte sich der Auftraggeber absichern gegen eventuelle Forderungsausfälle, das Nichterbringen von Leistungen o.ä.
Ein Avalkredit bzw. Aval ist eine Bürgschaft bzw. Garantiezusage durch eine Bank oder einen anderen Bürgen an einen Avalnehmer. Gegen eine Gebühr steht der Bürge damit für bestimmte Verbindlichkeiten ein. Ein Aval ist demnach nichts anderes als eine Übertragung von Sicherheiten.

Mit der Übernahme des Avals verpflichtet sich der Bürge, den entsprechenden Betrag an den Gläubiger zu zahlen, wenn der Aval berechtigterweise in Anspruch genommen wird (weil z.B. eine Leistung nicht erbracht oder eine Zahlung nicht geleistet wurde).

Bei einem Avalkredit übernimmt also ein Bürge eine Bürgschaft von seinem Kunden. Der Kunde des Bürgen ist in diesem Falle der Kreditnehmer, dessen Verpflichtung gegenüber einem Dritten (z.B. einem Auftraggeber) durch die Kreditgesellschaft gesichert wird. Bei einem Avalkredit wird also kein Geld an den Kreditnehmer verliehen, sondern der Kunde erhält vom Bürgen eine finanzielle Bürgschaft. Bei einem Mietaval zum Beispiel muss der Mieter keine Kaution hinterlegen, sondern legt als Sicherheit stattdessen eine Bürgschaft vor.

Hier unterscheidet man in „echt befristete“ und „unbefristete“ Avale. Echt befristete Avale beinhalten ein im Text fest genanntes Ablaufdatum. Wenn der Aval bis zu dem genannten Datum nicht in Anspruch genommen worden ist, erlischt die Urkunde automatisch mit Ablauf des Tages. „Unbefristete“ Avale haben zwar eine wirtschaftliche Laufzeit (voraussichtliches Laufzeitende), das Datum ist allerdings nicht in der Urkunde genannt. Es erfolgt keine automatische Erledigung mit Erreichen des voraussichtlichen Laufzeitendes. Diese Urkunden erlöschen erst mit Rückgabe des Originals an den Bürgen.

 

Wenn ein Unternehmer ein Bürgschaft gegenüber einem Auftraggeber leisten muss, wird er sich meistens zunächst an seine Hausbank wenden. So fungieren denn auch Banken häufig als Bürgen für Avale. Das hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Nimmt der Kunde bei seiner Bank einen Aval in Anspruch, belastet das seine Kreditlinie bei eben dieser Bank, und er verfügt über weniger Liquidität.
Viele Unternehmen suchen sich deshalb unabhängige Bürgen. Allianz Trade ist so ein Bürge, mit über 100jähriger Erfahrung im Avalgeschäft. Allianz Trade wird anerkannt wie eine Bank und verfügt über ein ausgezeichnetes Rating – bietet also Auftraggeber und Auftragnehmer maximale Sicherheit und Seriösität. Außerdem verfügt Allianz Trade über ein AA-Rating von Standard & Poors (Stand: März 2020) und bietet damit exzellente finanzielle Sicherheit.
Für Bürgen bedeutet die Übernahme eines Avals nichts anderes als eine Kreditgewährung. Daher wird der Bürge vor Gewährung eines Avals die Bonität des Kunden sorgfältig prüfen. Ist die Bonität des Kunden zu schlecht, kann es sein, dass der Bürge keinen Avalkredit gewährt oder selber Sicherheiten verlangt.
Die Avalgebühr ist die Gebühr, die Bürgen für die Übernahme einer Bürgschaft erheben.
Eine klassische Avalprovision liegt i.d.R. bei etwa 0,8 bis 2,5 Prozent der Bürgschaftssumme pro Jahr. Bei einer Bürgschaft über 20.000 Euro wäre also mit jährlichen Aufwänden in Höhe von 160 bis 500 Euro zu rechnen. Die Höhe der Gebühr berechnet sich nach mehreren Faktoren. Eine Rolle spielen zum Beispiel die Bonität des Bürgschaftsnehmers, die Höhe der Bürgschaft, die Laufzeit oder auch die Art des Avals, der gewährt wird.

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